Contender
| Länge
| 4,88 m |
| Breite
| 1,44 m |
| Tiefgang
| 1,29 m |
| Gewicht
| 104,00 kg |
| Segelfläche
| 10,93 qm |
| Besatzung
| 1 |
Das Boot:
Das Contenderskiff wurde 1967 von Bob Miller konstruiert und gewann im darauf
folgenden Jahr die vom Weltseglerverband (IYRU) ausgeschriebenen
Vergleichswettfahrten für Einhandboote. Daraufhin erhielt das Boot den Status
einer internationalen Klasse. Beim Betrachten eines Contenderskiffs wird schnell
klar, dass es sich hier um etwas besonderes handeln muß. Der flache Gleitrumpf
und die große Segelfläche (10,8qm) lassen das Potential des Bootes bereits
erahnen. Um dieses aber wirklich voll auszuschöpfen bedarf es der Hauptsache
die den Contender von „normalen" Jollen unterscheidet: das Trapez! Es
macht den wesentlichen Unterschied zu den üblichen Einhandjollen aus und bringt
wesentliche Vorteile:
Geschwindigkeit:
Bedingt durch das Trapez kann der Segler sein Körpergewicht viel weiter außenbords
verlagern als bei Booten die lediglich mit Ausreitgurten ausgerüstet sind. So
ergibt sich, dass der Contender bei Trapezwind (ab 2-3 Bf. aufwärts) rund 20%
schneller als gewöhnliche Einmannjollen ist.
Sicherheit:
Die relativ große Segelfläche lässt sich bei viel Wind durch das Stehen im
Trapez souverän und mit relativ wenig Kraftaufwand beherrschen. Hinzu kommt,
dass das entspannte Stehen im Trapez Knochen- und Gelenk schonender ist als
das kraftraubende Ausreiten auf Jollen. Und sollte man im Contender doch
einmal kentern, so ist das Boot schnell wieder aufgerichtet.
Chancengleichheit:
Ein Idealgewicht wie in anderen Klassen gibt es im Contender nicht. Der
Vorteil des höheren Gewichts an der Kreuz wird durch den Nachteil auf raumen
Kursen und während der Manöver wieder aufgehoben. So liegt das Gewicht der
Top-Segler zwischen 60 und 120 kg. Darüber hinaus zeichnet sich der Contender
durch ein günstiges Preis/Leitungsverhältnis aus. Ein neues segelfertiges
Boot ist bereits ab 8000,- Euro zu haben, gute Gebrauchboote bekommt man
bereits ab 1500 Euro. Bedingt durch die hohe Qualität der Boote sind so auch
15 oder 20 Jahre alte Boote heute oft noch voll konkurrenzfähig.
Die Segler:
Den „typischen" Contendersegler gibt es nicht. Was uns eint, ist die
Freude am sportlichen Segeln auf hohem Niveau. Dabei ist die Atmosphäre auf
dem Wasser mehr durch ein Miteinander als ein Gegeneinander geprägt. Dieser
Umstand ist wohl auch ein Grund dafür, das ehemalige Segler aus
Zweimannbooten in unserer Klasse meist nichts vermissen. Ansonsten ist die
Klasse durch ihre Vielfalt geprägt. Vom Enkel bis zum Opa, vom Schüler bis
zum Chef, egal ob leicht ob schwer, ob Mann oder Frau, der Contender ist ein
Boot für jedermann. Diese bunte Mischung ist es wohl auch, die die Gewähr
dafür bietet, dass auch das „Après-Sailing" immer etwas besonderes
ist.
Die Regatten:
Regatten werden im Contender weltweit ausgerichtet. Zu den Highligths zählen
u.a. die Welt- und Europameisterschaften, sowie die jeweiligen nationalen
Meisterschaften. Aber auch auf den großen Segelveranstaltungen wie der Kieler
Woche, der Travemünder Woche, Sail Extreme (DK) oder der Sail Melbourne ist
der Contender ein regelmäßiger Gast. Hinzu kommen hochkarätige Regatten auf
den schönsten Revieren der Welt - Gardasee, San Francisco, Sidney diese Orte
finden sich genauso selbstverständlich im Regattakalender wie Kiel, Warnemünde
oder Schwerin. Hinzu kommen noch zahlreiche regionale Regatten auf kleineren
Revieren. Man muß also bei weitem nicht immer weit fahren um die nächste
Regatta zu erreichen.
Informationen:
Weitere Informationen rund um den Contender findet man entweder im Internet
unter http://www.contenderclass.de
oder man bekommt sie direkt beim 1. Vorsitzenden der
Contenderklassenvereinigung: Andreas Voigt, Weinberge 5, 14913 Jüterbog, Tel.:
03372 40 94 63. Sie können uns natürlich auch direkt ansprechen, z.B. auf
einer der zahlreichen Regatten oder sie schauen sich einfach mal in
ihrem Revier um, sicher liegen auch bei Ihnen schon einige Contender.
Quelle: Homepage der Contender-Klasse
www.contenderclass.de