Rookie(s) on tour



….oder wie ein Regattawochendene  ins Wasser fallen kann……
Aber vorab schon mal: Es war ein Megaspass !!!

 Unsere erste „Auswärtsregatta…also..früh aufstehen…früh in Duisburg sein…soweit die Theorie…die Praxis :
Wir waren früher dort als der „Veranstalter“..…aber irgendwann wurden die Pforten geöffnet und wir
konnten unser Boot parken…“Schwerer“ Fehler schon zu Beginn des Tages..was wir nicht wussten…die Slipanlage befand sich am Ende einer schmalen Gasse..wir standen direkt am Clubhaus…somit aber am Ende der „Warteschlange“ zum Wasser!
Nun gut…vorbereiten des Bootes…hm..irgend etwas passt nicht..*grummel*.. da haben wir nun - mit Gerds Hilfe soooo viele Markierungen angebracht…aber es will einfach nicht passen…trotz Hilfe anderer 470er Segler konnten wir das Problem nicht wirklich lösen und wir improvisierten mit einem geänderten „Basistrimm“…Der Zeitverlust führte nahezu zwangsläufig zu schlampiger Vorbereitung..aber dazu später…Irgendwann waren wir dann aber doch starbereit…umgezogen und am Ende der Warteschlange.. …somit natürlich als letzte im Wasser..im Vorfeld haben wir uns eine Strategie zurecht gelegt..wie wir trockenen Fusses das Boot zu Wasser lassen können…whoww…ich mag es, wenn ein Plan funktioniert…und zumindest dieser Plan hat funktioniert….

Endlich auf dem Wasser….nach Wochen endlich einmal wieder segeln…Hmh..aber irgend etwas fehlt….ohhh..es war der Wind…der fehlte…..hm..ok…ein wenig gab es davon (2 bft)…doch nicht so viel wie erhofft…schade……nun gut…Also dümpelten wir Richtung Startlinie…ups…da stimmt doch etwas nicht…oh oh..Horst…Horst hat da wohl ein wenig „geschlampt“.Die „Verbindung“ zwischen Fock und Fockdraht sah sehr sehr seltsam aus. Paaahh..kein Problem!

Das kriegen wir in den Griff….heldenmutig wagte sich der „Schotte“ aufs Vorschiff um dieses lächerliche Problem zu lösen…Tja…was soll ich sagen…vor den Augen der anderen (es waren immerhin 29 weitere boote) kenterten wir noch vor dem Start….Autsch…..das war saukalt…aber völlig souverän richteten wir das Boot wieder auf und waren ruckzuck wieder an …Oh Mann…was für einJBord….Tja...dafür haben wir auch hart trainiert..  Auftritt…megapeinlich….aaabbber…man mag es kaum glauben… nur 4 Sekunden nach dem Startschuss überquerten wir die Startlinie.

Was für ein Start….los ging es in Richtung Tonne 1…umrunden…ein Blick nach hinten… Grandios. Wir waren irgendwo in der Mitte des Feldes….yeeeahhh….also weiter….Spi raus…………..Spi..??....Och nee….schon wieder dieser Horst…er hat da wohl einen Knoten nicht richtig gemacht. Der Spi hing trostlos auf halber Höhe und Tim hielt eine „haltose“ Spieschot in der Hand…arggghhhhh.Tja…nicht lange zaudern…Kopf runter und das Problem lösen. Nach schier endlosen Minuten konnten wir endlich den Spi setzten…und man mag es kaum glauben… es waren noch immer 8 Boote hinter uns..!!!!! Na bitte..geht doch….und es ging so bis zum Ende der zweiten Runde….dort zeigte sich…das die Früchte einer guten Plazierung seeeeehr hoch hängen…einer geht noch…neun hinter uns ist besser als  acht…alswo…angreifen…aaaaaabbbbr…..wir wurden schlicht und ergreifend ausgekontert und mussten„wegwenden“…  durch dieses „Tor“ schlüpften denn alle acht hinter uns liegenden Boote..…pffff…..ist ja noch eine Runde….weitersegeln…das Feld von hinten  aufrollen….bis zur nächsten Tonne hatten wir schon wieder vier Boote überholt….tja..Taktik an der Tonne ist wohl nicht unsere Stärke!

Wir liefen zwar auf  die direkt vor uns fahrenden Boote auf..fanden aber keinen Weg vorbei..im Gegenteil…im „weiten“ Bogen umrundeten wir die Tonne und verloren diese Boote wieder.…ok ok...es sind noch 4 hinter uns…also ..keep cool und auf  zur letzen Tonne…die Tonne umrundet und ab zur Ziellinie…ein Blick nach hinten….Klasse…fast fünf Bootslängen Vorsprung…der Wind kam direkt aus Richtung der Ziellinie…Wende nach Steuerbord…kreuzen….noch ein Blick zurück..erst jetzt waren unsere Verfolger an der Tonne…

Na also – geht doch! Und wir machen gut Fahrt….hm………komisch….aaaaarghhhhh…Winddreher…die hinter uns liegenden Boote konnten nun - ohne zu kreuzen - direkt zur Ziellinie..und wir..???.....klar…wir waren jetzt viel zu weit von der

 Ideallinie entfernt…klasse…also wenden… hm….fühlt sich irgendwie  seltsam an…wenn ein Fünf-Bootslängen –Vorsprung sich langsam in einen Fünf-Bootslängen-Rückstand verwandelt…ein schwacher Trost ist es auch nur…das mehrere Boote vor uns mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hatten.

Ergo sum...als letztes Team quälten wir uns über die Ziellinie….begleitet von einigen vorwitzigen Regentropfen…

Tja….soooo war das nicht geplant….aber…wir haben ja noch einen Lauf…dachten wir bis zu diesem Moment. Leider drehte nicht nur der Wind…sondern er entschied sich sogar den See ganz zu verlassen. Ergo sum….nix Wettfahrt…aber das kennen wir ja schon….

Hm…irgendwie hat sich die  Tastatur wohl verselbstständigt…wollte nur kurz von unserem „Ausflug“ berichten und dieser Bericht ist auf dem Wege ein Roman zu werden. Um es kurz zu machen…an diesem Tage gab es keine weitere Wettfahrt mehr. Leider auch nicht am Sonntag….letztlich  wurde die Regatta am Sonntag um 12 Uhr beendet…schade…wieder nur ein Lauf… 

Abschliessend bleib mir nur noch zu sagen….wir sind keinesfalls „niedergeschlagen“.. im Gegenteil…es hat riesigen Spass gemacht. Wir haben gesehen…das wir „seglerisch“ mit gut einem Drittel des Feldes mithalten konnten…die fehlenden taktischen Fähigkeiten werden wir uns auch noch erarbeiten.  


in diesem sinne grüssen

tim uwe und „rookie“…

 

p.s:..Wer gewinnen will…darf keine Angst vor der Niederlage haben… (Björn Borg)