Korsar
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Länge |
5,00 m |
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Breite |
1,70 m |
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Tiefgang |
1,00 m |
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Gewicht |
100,00 kg |
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Segelfläche |
14,70 qm |
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Spinnaker |
14,8 qm |
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Besatzung |
2 |
Von Ernst Lehfeld konstruiert, wurden
1958 die ersten 5m langen, 1,70m breiten und 100kg schweren
Zweimannjollen
gebaut. Damals ausschließlich aus formverleimten Sperrholz, heute aus
Kunststoff oder in Kombination aus Kunststoffrumpf und Holzdeck. Man
kann ihn
mit Doppelboden, tiefergelegtem Doppelboden oder Halbdoppelboden
bekommen. Seit
1999 neu, gibt es den Korsar auch mit ergonomisch abgerundetem Deck.
Den
Innenausbau kann man individuell selbst gestalten.
Die Segeleigenschaften des Korsaren mit seinen gesamt 14,7 qm
Segelfläche
(Spinnaker nochmals 14,8 qm) liegen zwischen 470er und Flying Dutchman
(FD). In
der Beschlagsanordnung gleicht er weitgehend dem FD: Spinnakertüte,
verstellbare Wanten, Trapez, Schwertverstellung, Fockroller, flexible
Masten und
diverse Trimmeinrichtungen gehören heute zur Standardausrüstung eines
Regattabootes.
Womit wir beim segeln sind. Dank seiner geringen Benetzungsfläche kommt
der
Korsar schon bei wenig Wind ins Gleiten. Das Idealgewicht der
Mannschaft liegt
zwischen 140 und 160 kg. Auch für die leichtere Frauen-, oder gemischte
Mannschaft bleibt der Korsar bei stärkerem Wind durch seine vielen
Trimmöglichkeiten,
beherrschbar.
Alle Segler gemeinsam schätzen am Korsar das schöne Design und die
Segeleinrichtungen mit Trapez, Spinnaker und Rollfock. Im Vergleich zu
anderen
Bootsklassen wird immer wieder die hohe Qualität der Bauweise und die
Ausführung
durch die Bootswerften genannt. Die hohe Qualität verleiht dem Korsar
eine
lange Lebensdauer, eine wichtige Kaufentscheidung vieler Segler,
zugunsten des
Korsar. D. h. auch ein 10 Jahre altes Boot kann das Regattafeld
anführen.
Auf vielen Seen Europas werden von Segelvereinen Regatten für Korsare
ausgerichtet. Einige Highlights des Jahres sind z. B. die Travemünder
Woche,
Warnemünder Woche, der Riva Cup am Gardasee (Italien), Deutsche,
Österreichische,
Schweizer Meisterschaft, Europacup sowie Jugendeuropacup. Man kann von
März bis
November auch auf vielen regionalen Regatten um den Sieg kämpfen, wobei
der
Teamgeist, Fair Play und die Geselligkeit am Abend immer an erster
Stelle
stehen.
Derzeit gibt es ca. 50 Ranglistenregatten, durch die am Ende eines
Jahres die
beste Mannschaft ermittelt wird. Die Rangliste beinhaltet über 100
Mannschaften.
Die einzelnen Flotten in der Bundesrepublik bieten jedes Jahr ein
Training an,
wo Neueinsteiger und Umsteiger aus anderen Bootsklassen zwischen den
"alten
Hasen" gern gesehen sind. Oder wer wärmere Gefilde vorzieht, kann auch
bei
Sail & Surf Pollensa auf Mallorca ein Training absolvieren.
Zum Schluß noch ein paar Zahlen:
Mittlerweile gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz über
1000
Mitglieder in den Korsarenvereinigungen, die auch regelmäßig die
Korsarennachrichten (das Infoblatt der Bootsklasse) zugeschickt
bekommen. Es
sind derzeit etwa 5000 Schiffe registriert, wobei es auch Berichte über
deutsche Auswanderer gibt, die ihre Boote nach Chile und Kalifornien
mitgenommen
haben. Der Korsar ist mit über 3700 registrierten Booten als
Trapezjolle nach
den olympischen Klassen eine der stärksten Klassen des Deutschen
Seglerverbandes (DSV). Mit weiteren 500 Booten in der Schweiz und 800
Booten in
Österreich ist der Korsar eine der verbreitetsten Bootsklassen in
Mitteleuropa.
Quelle: Homepage Korsar-KV