Pirat

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Länge |
5,00 m |
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Breite |
1,61 m |
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Tiefgang |
1,34 m |
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Gewicht |
190,00 kg |
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Segelfläche |
10,00 qm |
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Besatzung |
2 |
Der Pirat ist seit
vielen Jahren offizielle DSV-Jugendboot-Klasse und zieht seit seiner
Geburtsstunde im Jahre 1938 das Interesse großer Seglerkreise auf sich. Ob in
der Segelschein- oder Regattaausbildung eingesetzt - so manch' einer begann
seinen vielversprechenden Einstieg ins Seglerleben mit einem (vereinseigenen)
Piraten.
Die Experten sind sich
einig: Ein unkompliziertes und robustes Zweimannboot, das für Jugendliche und
Junggebliebene jeden Alters eine sportliche Herausforderung darstellt; excellent
in den Segeleigenschaften (z.B. : hoher Am-Wind-Kurs, ruhige Gleitphasen
aufgrund des Knickspantes) und dennoch anspruchsvoll in der Technik.
Da es sich beim Piraten
um eine nationale Einheitsklasse handelt, ist gewährleistet, daß in den
Regatten nahezu identische Boote aufeinander treffen und in erster Linie das
seglerische Können entscheidet. Die Trimmöglichkeiten sind vielfältig, eine
saubere Taktik ist wichtiger als reines Geschwindigkeitssegeln.
Bei aller Tradition, die
sich mit dem Klassiker unter Deutschlands Jollen verbindet - der Pirat ist immer
mit der Zeit gegangen: Aus dem alten Holzpirat der 60er Jahre ist dank
verbesserter Bootsbauweisen (GFK, Sandwich) und technischer Neuerungen ein sehr
modernes Sportgerät geworden, das sich auch von seiner Ästhetik her keines
Vergleiches zu schämen braucht.
Regattapiraten erfüllen
eine der Hauptforderungen des DSV, die auf eine Regattafähigkeit des Bootes bei
vernünftiger Behandlung des Rumpfes auch nach mehr als 5 Jahren abstellt; ein
Weichsegeln des Rumpfes gibt es praktisch nicht, denn auch Boote "älteren
Semesters" sind noch flott dabei.
In der Piraten-Klasse
wachsen die Jugendlichen in eine intakte Seglergemeinschaft aller Altersstufen
hinein. Sie lernen mit materiellen und idellen Werten (z.B. Bootsmaterial,
Fairplay) richtig umzugehen und finden in den älteren Seglern teils sportliche
Vorbilder, teils einfach "nur" gute Freunde.
Auf Ranglisten- und
Jugendregatten ist der Klassenzusammenhalt trotz hoher Leistungsdichte unübersehbar
groß. Nicht ohne Grund wird häufig von der "großen Piratenfamilie"
gesprochen, die natürlich genauso ausgelassen feiern kann wie alle anderen
Segler. Es fällt auf, daß viele gemischte Mannschaften Gefallen am Piratsegeln
finden.
Auf fast allen Regatten
werden die Segelaktivitäten durch ein interessantes Beiprogramm der
ausrichtenden Vereine an Land begleitet und somit dem Trend/Anspruch nach noch
mehr Segel- und Freizeitspaß entsprochen.
Die lange Konkurrenzfähigkeit
der Boote läßt mit Recht erwarten, daß der Pirat ein sehr wertbeständiges
Sportgerät ist. Wer den Kauf eines Neupiraten zu Anfang noch scheut und als
Einsteiger erstmal "reinschnuppern" möchte, dem empfiehlt sich zunächst
die Anschaffung eines 4-7 Jahre alten Bootes, mit dem er jederzeit noch vorne
mitmischen kann.
Fast 60
Ranglisten-Regatten und 50 JQR-Termine umfaßt mittlerweile der jährliche
Regattakalender. Dank der tatkräftigen Mithilfe vieler Vereine können die
Regattasegler aus einem reichhaltigen Angebot schöpfen. Saison-Höhepunkte sind
die alljährlich stattfindenden Int. Deutschen Meisterschaften und Deutschen
Jugendmeisterschaften.
Alle 2 Jahre finden
Europameisterschaften statt, für die sich die besten Segler über die lfd.
Rangliste qualifizieren können ('99 auf dem Lipnostausee in Tschechien). Großen
Erfolg brachte auch die Einführung einer Jugend- bzw. Junioren-Euro, die '96
erstmals in Bregenz (Bodensee) stattfand ('98 ebenfalls am Lipnostausee).
Die Beteiligung an den
Ranglisten-Regatten liegt je nach Bewertung und Beliebtheit bei bis zu 90 Booten
und hält sich stabil auf gutem Niveau. Allein zu Pfingsten segeln Jahr für
Jahr über 130 Piraten gleichzeitig auf mehreren Revieren. 1997 wurde nach 25
Jahren die Piraten-Klasse im internationalen Teil der Kieler Woche wieder
gestartet.
Quelle: Homepage Pirat KV